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Wie schnell muss eine Webseite geladen werden?

Geschwindigkeit ist keine Hexerei und daher eine der wichtigsten Anforderungen an eine Webseite. Wir erklären, wie schnell eine Webseite sein muss und natürlich auch, wie Sie ihre Webseite noch schneller machen können.

Geduld gehört nämlich nicht gerade zu den Kardinaltugenden des durchschnittlichen Internetnutzers bzw. -konsumenten. Mangelnde Geduld ist  einer der Hauptgründe, weshalb Geschwindigkeit von essenzieller Bedeutung für eine moderne, erfolgreiche Webseite ist. Aber welche Auswi

rkungen hat die Geschwindigkeit letztendlich auf die Besucherzahlen Ihrer Webseite oder die Konversion von Ihrem Webshop? Was genau sind die größten Vorteile einer schnellen Seite? Und was sind die idealen Werte, wenn es auf die Reaktionszeit Ihres Servers (Time to First Byte) und auf die komplette Ladezeit einer Seite ankommt? In diesem Artikel wollen wir diese Fragen beantworten. Sofort anfangen? Downloaden Sie unser Whitepaper ‘9 Tipps um Ihre Website zu boosten’.

Ladezeit

Eine schnelle Webseite führt zu längerer Verweildauer

Verschiedene Untersuchungen legen nahe, dass die Geschwindigkeit eines Webshops einen direkten und unmittelbaren Einfluss auf die Besuchsdauer hat. Je schneller eine Webseite ist, desto länger ist  im Schnitt  auch die Verweildauer. Außerdem schauen sich Nutzer auch viel mehr Seiten pro Besuch an, wenn die Webseite eine schnelle und angenehme Nutzungserfahrung bietet. Die Chance, dass Nutzer, die mehrere Seiten besuchen, tatsächlich zur Konvertierung übergehen, ist auch messbar größer als bei eher zufälligen oder sogar nur einmaligen Besuchern, die lediglich ein oder zwei Seiten anklicken.

Time to First Byte, Start Render und gesamte Ladezeit

Um die optimale Ladegeschwindigkeit einer Webseite zu bestimmen, ist es sinnvoll, zunächst die verschiedenen Faktoren zu bestimmen, die die  Ladegeschwindigkeit beeinflussen.

  • Time to First Byte (TTFB): Dahinter verbirgt sich der Zeitraum, der nötig ist, um das erste Byte an Informationen zu sammeln. Der TTFB-Wert spiegelt die Geschwindigkeit des Netzwerks, des Servers und der Webseite wider. Time to First Byte ist teilweise abhängig vom Ort, von dem aus die Anfrage erfolgt und steht demnach direkt in Verbindung mit den gemittelten Ranking-Ergebnissen von Google. Untersuchungen von Moz und Jitbit zufolge ist dies auch ein wichtiger Wert für Ihre SEO. Idealerweise liegt der TTFB-Wert einer Webseite bei ungefähr 0,2 Sekunden oder sogar darunter.
  • Start Render: Mit diesem Begriff wird die Zeitspanne bezeichnet, die ein Besucher benötigt, bis er die ersten Informationen auf seinem Bildschirm sieht. Ein niedriger Start Render-Wert verringert die Chance, dass ein Besucher wieder wegklickt. Der Besucher wird auf der Webseite länger verweilen und auch warten, bis die Webseite komplett auf seinem Bildschirm aufgebaut ist. Der Beginn des Webshop-Renderings ist sehr wichtig, da Besucher weniger schnell die Neigung verspüren, eine Seite wegzuklicken, sobald der erste Text oder die ersten Bilder auf dem Bildschirm erscheinen. Je schneller, desto besser. Dabei kann eine Startzeit zwischen 1 und 2 Sekunden als ideal angesehen werden.
  • Die gesamte Ladezeit gibt an, wie lange es dauert, bis alle Inhalte einer Seite (HTML, Buttons, CSS und JavaScript) geladen sind.

Untersuchung: Geschwindigkeit bestimmt den Erfolg einer Webseite

Der moderne Mensch konsumiert immer mehr Informationen, hat dabei aber im Durchschnitt weniger Zeit, alle Informationen detailliert aufzunehmen. Dieses zweischneidige Schwert führt zu einer kürzeren Aufmerksamkeitsspanne und einer kritischen Betrachtungsweise von Webshops und deren Leistungsfähigkeit. Dies wird auch durch verschiedene Untersuchungen belegt, die in den vergangenen Jahren stattgefunden haben.

  • Ancestory.com konnte die Konversionsrate um 7 % erhöhen, nachdem die Renderzeit von Webseiten um 68 % reduziert wurde.
  • Eine Untersuchung von AliExpress ergab, dass sich eine Verringerung der Ladezeit um 36 % in einem Anstieg der Bestellungen (einer Steigerung von 10,5 %) und einer höheren Konversionsrate (einer Zunahme von 27 %) bei Neukunden niederschlug.
  • Für alle 100 Millisekunden, um die die Ladezeit reduziert wird, gibt die Kundenplattform von Mobify eine Zunahme der Konversion um 1,11 % an. Auf ein Jahr umgerechnet ergibt sich eine Umsatzsteigerung von $ 376.789.
  • Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass eine langsame Webseite oder ein zäher Check-out-Prozess die wichtigsten Faktoren sind, die dem erfolgreichen Abschluss eines Onlinekaufs entgegenstehen. Langsame Webseiten und -shops kosten den Betreiber also bares Geld!
  • Einer Untersuchung von Akamai zufolge kehren ungefähr 75 % der Besucher nicht mehr zu einer Seite zurück, die durch eine Renderzeit oder eine Gesamtladezeit von mehr als 4 Sekunden auffällt.
  • Die Hälfte der erwachsenen Internetkäufer, die mehr als $ 1.500 pro Jahr ausgeben, bezeichnet die Ladezeit eines Webshops oder einer Webseite als entscheidendes Kriterium.
  • Nutzer eines Smartphones erwarten von einer Webseite eine Geschwindigkeit, die derjenigen ähnelt, die sie von ihrem Desktop oder Laptop kennen.

 Erwartungen der Besucher

Eine Umfrage von Forrester Consultants unter 1.048 Internetkäufern zeigte einige interessante Aspekte über die Erwartungen, die Besucher und Kunden an Geschwindigkeit und Ladezeit von Webseiten und Webshops stellen.

  • 47 %der Besucher und Konsumenten erwarten, dass eine Webseite innerhalb von 2 Sekunden lädt.
  • 40 % der Besucher geben auf, wenn die Renderzeit einer Webseite 3 Sekunden übersteigt.
  • 52 % der Befragten geben an, dass ihre Treue zu einer Webseite von deren Geschwindigkeit abhängt.
  • Potenzielle Käufer lassen sich schnell ablenken, wenn sie lange auf das Laden einer Seite warten müssen. 14 % wechseln in diesem Fall zu einem anderen Webshop, und 23 % beenden ihren Einkauf oder verlassen sogar den Rechner.
  • Eine schlechte Interneterfahrung kostet Webshops Kunden. 79 % der unzufriedenen Nutzer besuchen einen Webshop kein zweites Mal, und 64 % kaufen identische Produkte bei Wettbewerbern, die eine schnellere und bessere Interneterfahrung bieten. Ergänzende Untersuchungen von Akamai zeigen, dass Kunden, die mit einem Unternehmen schlechte Online-Erfahrungen verbinden, in der Folge auch die physischen Filialen dieses Anbieters meiden. Ein Verlust von Kunden und Umsatz in Folge einer langsamen Seite kann also durchaus über das Internet hinaus bis in die reale Welt reichen.

 Google belohnt Geschwindigkeit

Nicht jeder weiß das. Aber Geschwindigkeit hat auch einen Einfluss auf die Google-Rankings Ihrer Webseite oder Ihres Webshops. Nicht nur Besucher, sondern auch Google selbst kann eine schnelle Webseite mithilfe eines Webcrawlers einfacher analysieren. Aber die Geschwindigkeit Ihrer Webseite oder Ihres Webshops ist nicht nur besser für die organischen Rankings: der Faktor Geschwindigkeit hat auch Einfluss auf bezahlte Suchanfragen. So wird der Qualitätsfaktor einer Google AdWords-Anzeige stark von der Ladegeschwindigkeit der Landing-Page beeinflusst, auf die die Anzeige verweist.

 Ladezeiten, Google und Besucherzufriedenheit

Durch die Integration der Ladezeit einer Webseite in die Suchresultate versucht Google einen wichtigen Faktor in die Berechnung einfließen zu lassen: die Zufriedenheit der Besucher mit den gezeigten Suchergebnissen. Je schneller eine Webseite arbeitet, desto positiver wirkt dies auf Besucher und Internetkäufer. Zufriedene Besucher liefern so letztendlich eine höhere Position in den Suchergebnissen und damit auch eine bessere Reputation.

 Geschwindigkeitsmessung

In der Praxis kann es durchaus eine Herausforderung sein, die Geschwindigkeit einer Webseite möglichst genau ins Rampenlicht zu stellen. Ein Tool wie Google Analytics zum Beispiel stellt zwar Informationen über die Ladezeit einer Webseite zur Verfügung, allerdings kann die Angabe nicht in Echtzeit erfolgen. Ein Programm wie Go Scale jedoch verfügt über genau diese Möglichkeit. Darüber hinaus warnt Go Scale, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten. Denken Sie dabei nur an eine Überlastung durch zu viele Besucher, Fehlermeldungen oder Ähnliches. So können Sie dabei unmittelbar eingreifen und vermeiden, dass wichtige Besucher oder bedeutende Einkünfte verloren gehen. Andere empfehlenswerte Tools zum Messen der Geschwindigkeit einer Webseite sind Google PageSpeed Insight, Pingdom Tools (hierbei kann selbst auf Unterseitenebene gemessen werden, wie hoch die Ladezeiten sind) und GT-Metrix. Lesen Sie unseren Artikel über die Messung der Geschwindigkeit einer Webseite, um für Ihre Webseite die besten Ergebnisse zu erzielen.

 Ursachen für eine träge, langsame Webseite

In der Praxis gibt es unzählige Faktoren, die die Reaktions- und Ladezeiten einer Webseite erheblich beeinflussen können: langsame App-Logik, träge Datenbankabfragen, ein mäßiges Routing, Frameworks, Bibliotheken und fehlende CPU-Leistung, nicht ausreichender Speicher oder ein Wechselspiel zwischen der Größe der Webseite und der Art des Hostings. Wie so oft gilt auch bei langsam ladenden Webseiten die Weisheit „Messen heißt Wissen“. Sammeln und analysieren Sie zuerst alle Leistungsdaten und Gegebenheiten, um dann genau herauszufinden, wo der Fehler liegt. Identifizieren Sie die wichtigsten Leistungsprobleme und beheben sie diese. Überwachen Sie weiterhin die Webseite, um zu erkennen, ob die Verbesserungen zu mehr Besuchern und/oder einer höheren Konversion führen.

 Tipps für eine schnelle Webseite

Glücklicherweise gibt es eine ganze Menge von Möglichkeiten, mit denen Sie Ihre Webseite schneller  machen können.

  • Wählen Sie den perfekten Hoster. Für WordPress sind Sie bei uns an der richtigen Adresse. Legen Sie im Vorfeld fest, wozu genau Sie Ihre Webseite benötigen und welche technischen Anforderungen die Seite erfüllen muss, um eine optimale Nutzererfahrung garantieren zu können. Besprechen Sie dies mit Ihrem Provider und wählen Sie das Paket, das am besten zu Ihren Zielvorstellungen passt.
  • Versuchen Sie, die Größe von Abbildungen zu reduzieren. Das ist sehr einfach und ohne große Qualitätseinbußen möglich. Ein Bild im Internet muss nicht die gleiche Auflösung haben wie ein Poster oder ein Foto in einer Hochglanzzeitschrift. Speichern Sie Abbildungen in Photoshop als „Save for Web“ und setzen Sie sie nachfolgend auf die Webseite.
  • Binden Sie Hintergrundbilder über CSS-Stylesheets ein.
  • Vermeiden Sie überflüssige Meta-Tags und Meta-Inhalte. Versuchen Sie, Meta-Tags immer unter einer Länge von 200 Worten zu halten.
  • Prüfen Sie genau, ob alle JavaScripts auf Ihrer Webseite auch wirklich nötig sind. Löschen Sie alle JavaScripts, die nicht nötig sind.
  • Verabschieden Sie sich von langsamen oder überflüssigen Plug-Ins.
  • Ändern Sie Ihr WordPress-Thema und Ihre CSS in eine benutzerfreundlichere Variante.

Fazit

Die vielen Untersuchungsergebnisse machen es deutlich: Um im heutigen Internetzeitalter nicht zum alten Eisen zu gehören, müssen Sie über eine schnelle Webseite verfügen. Dies bezieht natürlich alle Aspekte, also TTFB-, Render- und Ladezeit, in die Berechnung mit ein. Eine Ladezeit von 4 Sekunden oder mehr kostet Sie eine Menge Besucher und – im Fall eines Webshops – auch jede Menge Kunden. Zum Glück gibt es Mittel und Wege, um der Geschwindigkeit Ihrer Webseite oder Ihres Webshops einen kräftigen Schub zu verpassen. Wollen Sie auch das Beste aus Ihrer Webseite holen? Dann nehmen Sie ruhig unverbindlich Kontakt zu Savvii auf. Wir können Ihnen bei der Auswahl eines maßgeschneiderten Hosting-Pakets helfen, das Ihren Wünschen und Anforderungen perfekt entspricht. So können Sie sich immer sicher sein, dass Sie jederzeit eine schnelle und optimal funktionierende Webseite anbieten  können.

 

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